Artenfinder in Rheinland-Pfalz

Spaß an der Natur verbindet der ArtenFinder nicht nur mit technischen Raffinessen. Die Volkszählung im Wald bringt auch den Artenschutz ein gutes Stück voran, wenn die gesammelten Daten, nach einer Überprüfung durch anerkannte Spezialisten, an die Naturschutzbehörden weiter geleitet werden. In Rheinland-Pfalz erfolgt diese fachliche Bewertung durch ehrenamtliche ArtenFinder-Experten unter Federführung der POLLICHIA, dem traditionsreichen Verein für regionale Naturforschung.

 

Die kooperierenden Naturschutzverbände BUND, NABU und POLLICHIA haben 2011 zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium die zukunftsweisende „ArtenFinder-Initiative“ gestartet. Den Naturschutzbehörden obliegt es, Gefährdungsfaktoren rechtzeitig zu erkennen und naturschutzfachlich geeignete Maßnahmen zum Schutz der heimischen Arten herbeizuführen. Durch Ihr Artenfinder-Engagement leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt, die, wie wir wissen, durch vielfältige Belastungen gefährdet sind.

Citizen Science mit dem ArtenFinder

Nicht umsonst beteiligte sich das Umweltministerium von Rheinland-Pfalz von Anfang an mit an der Entwicklung des ArtenFinders. Die neue Anwendung trägt dazu bei, Informationslücken über die Standorte bedrohter Arten zu schließen.  Die Behörden sparen Kosten, wenn engagierte Naturschützer in den amtlichen Naturschutz einbezogen werden. Die übermittelten Daten sind aber nur dann brauchbar, wenn die Übermittlung schnell, präzise,  einheitlich und überprüfbar gelingt. Genau dies ermöglicht die neue mobile Anwendung.

Die Koordinierungsstelle für Artendaten unter Federführung der POLLICHIA, des rheinland-pfälzischen Vereins für Naturforschung und Landespflege, nimmt sich Ihrer Meldung an. Sie wertet die Daten aus und veranlasst, dass ein Arbeitskreis bestehend aus Experten verschiedener Tier- und Pflanzengruppen Ihre Angaben auf Plausibilität überprüft, bevor die Meldung in die amtlichen Datenbestände aufgenommen wird.


Auch die die kooperierenden Naturschutzverbände BUND, NABU und POLLICHIA profitieren vom ArtenFinder. Sie können ihr häufig überlegenes Wissen nicht nur für sich selbst nutzen, sondern ohne weiteren Aufwand in den Datenpool der Verwaltung einspeisen und damit ihre Forderungen an die Politik untermauern.

 

Der ArtenFinder vernetzt Experten und solche, die es noch werden wollen, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Die Artenfinder-app gibt denjenigen etwas in die Hand, die sich am Artenschutz beteiligen möchten, aber bisher noch nicht wussten, was sie überhaupt tun können.